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Zahnbürsten – der Unterschied steckt im Detail

Verschiedene Zahnbürsten

© SteveAllenPhoto / iStock / Thinkstock

Eine gute Zahnpflege beginnt mit einer guten Zahnbürste. Diese Zahnbürste muss auf die Bedürfnisse des Nutzers hin ausgerichtet sein. Doch woran erkennt man eine gute Zahnbürste? Der Handel ist immerhin voll mit den unterschiedlichsten Modellen und die Auswahl somit entsprechend groß. Wir möchten daher aufzeigen, welche markanten Merkmale eine gute Zahnbürste aufweist, wie eine gute Kinderzahnbürste auszusehen hat, welche Spezialbürsten angeboten werden und was bei elektrischen Zahnbürsten beachtet werden sollte.

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Markante Merkmale einer guten Zahnbürste

Die Auswahl an Zahnbürsten ist sehr groß. Ob in Drogerien, Apotheken, im Supermarkt oder auch hier im Internet – in der heutigen Zeit finden sich Zahnbürsten in allen Formen und nur erdenklichen Farben. Wie eine gute Zahnbürste beschaffen sein sollte und wodurch sich vor allen Dingen die Borsten unterscheiden, die für die Reinigung der Zähne am wichtigsten sind, haben wir daher einmal zusammengetragen.

Eigenschaften einer guten Zahnbürste

1.      Kunststoffborsten

Kunststoffborsten sollten bei Zahnbürsten bevorzugt werden. Naturborsten, die ebenfalls bei Zahnbürsten hin und wieder angeboten werden, werden aus Tierhaaren hergestellt. Das klingt erst einmal ökologisch vertretbar und verspricht ein natürliches Reinigen der Zähne. Allerdings sind sie nicht empfehlenswert, weil sich in den feinen Kanälchen, die in den Tierhaarbürsten zu finden sind, tierische Bakterien einnisten können. Und diese Bakterien können dann durch das Putzen mit den Naturborsten in die Mundhöhle übertragen werden.

Naturhaarzahnbürsten sind daher eher unhygienisch und nicht empfehlenswert. Außerdem sind sie nicht an den Spitzen abgerundet, was bei Kunststoffborsten der Fall ist. Es lohnt daher, in eine Zahnbürste zu investieren, die Kunststoffborsten hat, ohne Bakterien auskommt, sich sehr gut reinigen lässt und obendrein abgerundete Spitzen mit sich bringt.

2.      Kleiner Bürstenkopf

Im Handel gibt es Zahnbürsten, die einen kleinen Bürstenkopf oder einen großen Bürstenkopf haben. Empfehlenswert sind immer die Modelle mit einem kleinen Bürstenkopf, da diese nicht im Mund stören und auch in die hinterste Ecke gelangen. Mit einem kleinen Kopf kann man rings um die Zähne herum putzen und so auch bequem an die Innenseiten der Zähne gelangen. Ein kleiner Bürstenkopf reinigt somit gründlicher und ist für eine optimale Zahnpflege immer empfehlenswert.

3.      Vielbüschelige Borsten

Fachleute nennen es „Multituft“, wenn die Kunststoffborsten büschelweise in den Zahnbürstenkopf eingesetzt wurden. Diese Anordnung hat sich als besonders effektiv erwiesen, da so eine besonders gründliche Reinigung stattfinden kann, die gleichzeitig schonend ist. Beim Kauf einer optimalen Zahnbürste entscheidet daher nicht nur die Größe des Bürstenkopfes, sondern auch die Art und Weise, wie die Borsten angeordnet sind.

4.      Handlicher Griff

Eine Zahnbürste muss gut in der Hand liegen, damit mit ihr eine gründliche Reinigung der Zähne erfolgen kann. Hier gehen die Geschmäcker der Verbraucher natürlich weit auseinander. Der eine mag einen etwas kräftigeren Zahnbürsten Griff, der sich gut packen lässt und der damit entsprechend robust in der Hand liegt. Andere hingegen bevorzugen ein leichtes Modell mit einem schlanken Griff, welches ohne viel Kraft zum Einsatz gebracht werden kann. Hier muss der eigene Geschmack bedient werden und es kann keine Empfehlung gegeben werden, da ein handlicher Griff immer nach persönlichen Kriterien ausgerichtet sein sollte und es keine fachlichen Orientierungen diesbezüglich ergibt.

5.      Kinderzahnbürsten

Kinderzahnbürsten sind in der Regel kleiner als die Zahnbürsten für Erwachsene. Das liegt daran, dass nicht nur der Kindermund sowie die Zähne der Kinder kleiner sind, sondern auch die Kinderhände. Dadurch eignet sich für Kinder eine spezielle Kinderzahnbürste viel eher, weil sie sich deutlich einfacher handhaben lässt als eine große Zahnbürste.

Ferner verfügen Kinderzahnbürsten über einen kleinen Bürstenkopf, damit dieser in alle Winkel und Ecken gelangen kann. Er ist vorne gut abgerundet, um die Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch nicht zu verletzen.

Auch die Borstenenden sind stets abgerundet und sorgen dafür, dass die Kinder sich beim Zähneputzen nicht verletzen. Neben der Handzahnbürste für Kinder gibt es die elektrische Zahnbürste, die für Kinder in unterschiedlichen Ausführungen angeboten wird. Welche Variante besser ist, darüber streiten sich die Experten. Viele sagen, dass mit der elektrischen Zahnbürste gründlicher und effektiver geputzt werden kann. Andere hingegen empfehlen die Handzahnbürste, weil mit dieser der Druck auf die Zähne und auf das Zahnfleisch besser reguliert werden kann.

Im besten Falle probiert man als Elternteil beide Varianten beim Kind aus und entscheidet dann, welche Zahnbürste fokussiert wird. Eine abwechselnde Nutzung beider Varianten ist dabei durchaus möglich.

6.      Spezialzahnbürsten

Bezüglich der Kreativität gibt es natürlich keine Grenzen. Das gilt auch für Zahnbürsten Hersteller, die sich immer wieder neue Designs einfallen lassen, um ihre Produkte an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Mitunter möchte man meinen, dass bezüglich des Designs alle Register gezogen werden, auch wenn dies nicht notwendig wäre.

Spannend sind dabei die Neuentwicklungen, wie z.B. die Doppelkopf Zahnbürsten, die es ermöglichen, die Zähne beidseitig zu säubern. Zudem gibt es Zahnbürsten für Menschen, die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten haben. Diese können unter anderem einen dickeren Griff aufweisen, der mitunter sogar wie eine Art Tennisball geformt ist. Das erleichtert das Festhalten der Zahnbürste und sorgt dafür, dass die Betroffenen trotz eingeschränkter Bewegungsmöglichkeiten in der Lage sind, eigenständig die Zähne zu putzen.

Wird eine Zahnspange getragen, dann bieten sich dafür entsprechende Zahnbürsten an. Diese Zahnbürsten haben einen besonders weichen Zahnbürstenkopf, damit die Zahnspange und die Brackets gut gereinigt werden können.

Ferner werden Zahnbürsten angeboten, die beispielsweise einen sehr schmalen Bürstenkopf haben, damit dieser für die Reinigung von Implantaten genutzt werden kann. Zweireihige Zahnbürsten sind ebenfalls hervorragend für die Reinigung von Implantaten geeignet. Ebenso werden Spezialbürsten angeboten, die bei empfindlicher Mundschleimhaut dafür sorgen, dass die Schleimhaut nicht noch weiter angegriffen wird.

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Weitere Varianten an Spezialzahnbürsten wären unter anderem:

  • Reisezahnbürsten
  • Baby Handzahnbürsten
  • Spezialzahnbürsten nach operativen Eingriffen
  • Zahnbürsten mit Batterie
  • Aktivkohle Zahnbürsten

Ob letztendlich wirklich eine Spezialzahnbürste zum Einsatz kommen sollte, muss individuell entschieden werden. Im besten Falle wird der Zahnarzt befragt, da dieser am ehesten einschätzen kann, welche Zahnbürste für die Reinigung der Zähne am besten geeignet ist.

7.      Elektrische Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten nehmen einen immer höheren Stellenwert in unserem Leben ein. Die Auswahl in diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Es gibt verschiedene Systeme, die sich in den unterschiedlichsten Preisklassen finden lassen.

Angeboten werden z.B. „Normalbürsten“, die aussehen wie eine normale Zahnbürste einen kleinen länglichen Bürstenkopf haben, der beim Zähneputzen schwingt, Zahnbeläge lockert und dadurch auch entfernt. Diese Zahnbürsten sind mit einer Batterie versehen, sodass aus der „Handarbeit“ eine elektronisch unterstützte Arbeit wird.

Elektrische Zahnbürsten, die mit rotierenden Bürsten in Ringform angelegt sind, führen kreisende Bewegungen aus, sodass die Zahnbeläge weggeschleudert werden.

Eine weitere Variante wären Ultraschallzahnbürsten, die den Belag mit Hilfe von Ultraschall lockern, damit dieser von der Bürste leichter erfasst und entfernt werden kann. Auch diese schallaktiven Zahnbürsten arbeiten mit Schwingungen, die der Nutzer jedoch nicht als Vibrationen wahrnimmt. Vielmehr wird nur ein leises Summen gehört, welches aber die gleiche Technik verfolgt wie alle anderen elektrischen Zahnbürsten auch. Aufgabe der elektrischen Zahnbürsten ist es immer, die Belege zu lockern, aufzuwirbeln und dann mit der Bürste zu entfernen.

In vielen Fällen werden elektrische Zahnbürsten von den Zahnärzten empfohlen. Allerdings vor allen Dingen die neuen Modelle, die bei einer richtigen Anwendung mehr Beläge von den Zähnen nehmen als Handzahnbürsten. Diese neuen Modelle sind zwar in der Anschaffung relativ teuer und bringen auch höhere Zusatzkosten beim Nachkauf der Bürstenköpfe mit sich. Eine solche Anschaffung kann sich aber trotz alledem lohnen.

Jedoch gilt auch hier die Regel: Ein elektrische Zahnbürste kann nur dann die Zähne gründlich reinigen, wenn sie regelmäßig und richtig zur Anwendung gebracht wird. Spätestens nach drei Monaten sollten die Bürstenköpfe bei der elektrischen Zahnbürste ausgetauscht werden.

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Welche Zahnbürste empfiehlt der Zahnarzt?

Bei den Zahnarztempfehlungen gehen die Meinungen noch auseinander. Es gibt inzwischen viele Zahnärzte, die die neuen elektrischen Zahnbürsten durchaus empfehlen. Besonders bei Patienten, die Probleme beim Zähneputzen haben und die sich noch keine ordentliche Technik angeeignet haben, werden elektrische Zahnbürsten deutlich mehr Zahnbelag entfernen, als dies bei Handzahnbürsten der Fall wäre.

Wer sich jedoch über Jahre eine ordentliche Putztechnik angeeignet hat, wer regelmäßig seine Zähne putzt und wer vor allen Dingen auch bei den Zwischenmahlzeiten die Zähne putzen möchte, der wird auf eine Handzahnbürste nicht verzichten können. Dann eine elektrische Zahnbürste kann nicht permanent mitgeführt werden, sodass eine Handzahnbürste in vielen Fällen die bessere Alternative ist.

Viele Verbraucher nutzen aber auch beide Varianten und verwenden eine Handzahnbürste genauso wie eine elektrische Zahnbürste. Gegen diese Handhabung spricht nichts, da so die Vorteile beider Varianten ausgenutzt werden können und damit ein noch größerer Erfolg bezüglich der Mundhygiene erzielt werden kann.

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